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Deutsche Meisterschaften MTB-CC in Albstadt

Am vergangenen Wochenende fanden im Schwäbischen Albstadt die Deutschen Meisterschaften im Mountainbike Cross-Country (Rundstreckenrennen) statt. Da ich schon lange Freunde in der Nähe besuchen wollte hatte ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und für das Wochenende meinen Besuch angekündigt.

Den Fahrern zugesehen hatte ich bereits im vergangenen Jahr im sauerländischen Sundern-Hagen, die logische Steigerung war daher bei dieser Gelegenheit gleich teilzunehmen. Glücklicherweise braucht man dazu im Mountainbike-Bereich keinerlei Qualifikationsvorraussetzungen zu erfüllen. Und dank meines gesetzten Alters darf ich auch bereits in der Klasse Masters I (entspricht Senioren I im Strassenbereich) antreten und brauche mich nicht mit Olympia-Teilnehmern wie etwa Manuel und Lado Fumic zu messen.
Die veranstaltende RSG Zollernalb hatte einen ohne Frage meisterschaftswürdigen Kurs ausgesucht - man könnte auch sagen: Die Strecke war richtig brutal! Die 4,8 Kilometer lange Runde begann fast unmittelbar mit einer (bzw. "der") Steigung. Dort waren auf etwa einem Kilometer die gesamten 150 Höhenmeter der Runde zu überwinden. Teilweise war der Parcours so steil, dass man das Körpergewicht aus der normalen Sitzposition auf die Sattelspitze verlagern musste, damit das Vorderrad nicht abhob. Aufstehen war wegen des losen Schotters nur sehr eingeschränkt möglich. Oben angekommen gab es ein paar hundert flache Meter, bevor die Strecke zum großen Teil parallel zur Auffahrt ähnlich steil wieder hinunter ging. Fast zu vernachlässigen dann noch ein kurzer Teil über Wiesen und die asphaltierte Zieldurchfahrt.
Im Rennen über sieben Runden (90 Minuten) gab es dann auch der schweren Strecke wegen nur sehr wenige Positionskämpfe. Lediglich in den ersten beiden Runden fuhren die Fahrer noch in nennenswerten Gruppen zusammen, schon sehr bald hatte sich das gesamte Starterfeld regelrecht zerpflückt. An der Spitze gab es zwar noch einen Dreikampf um den Titel, letztlich setzte sich hier aber der Titelverteidiger und amtierende Weltmeister der Altersklasse 30-40 Jahre Martin Hollerbach deutlich vor seinen Konkurrenten durch. Ich zählte in diesem Rennen zu den Fahrern, für die es weniger um die Platzierung, als vielmehr um die Atmosphäre einer solchen Veranstaltung ging. Die erstaunlich zahlreich erschienenen Zuschauer feuerten die Fahrer dermaßen an, dass die Schmerzen in den Beinen ein wenig erträglicher wurden und ich das Rennen sogar genießen konnte. Am Ende wurde ich für das Abenteuer und meine Leistung mit dem 24. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in der Klasse Masters I belohnt.

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