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O La Pal(ö)ma Boys: Techniktraining auf La Palma

Koffer Schorsch und ich hatten uns für das "Trainingslager" folgende Ziele gesetzt:
1: Gleich am 1. Tag richtig beerdigen.
2: Einen schönen Sonnenbrand abholen.
3: Den längsten Downhill Europas vom Roque de los Muchachos (2429m) bis zum Meer fahren.
4: Nur stürzen, wenn unbedingt notwendig.

Anmerkung: Da die Wege auf La Palma sehr ruppig sind und teilweise 25% Steigung haben, sind Kilometerangaben relativ, besser misst man (ja sowieso) in Stunden und Höhenmetern.

Tag 1:
Morgens sofort los zum Roque, natürlich viel zu schnell und vor allem mit zu wenig Verpflegung und falscher Kleidung. nach 3.30h auf 1300m am Beginn der Wolkendecke ist Koffer wegen seiner vorherigen Antibiotikakur im Wald verschwunden und hat erstmal seine Ankunft manifestiert. Auf 2000m verlassen wir die Wolken wieder. Schorsch und ich fahren weiter zum 2.höchsten Punkt der Insel (falscher Beschilderung gefolgt). Koffer liegt derweil in der Sonne, macht ein Nickerchen und erreicht Ziel 2, das sogar mit Brandblasen. Danach fahren wir den Superdownhill, allerdings sind dort wohl doch stabilere Räder von Nöten, mit unseren war es teilweise sehr wackelig. Mitten auf der Abfahrt (Fahrzeit bisher 6.30h) gehen wir alle wegen Wassermangel schön ein und erreichen gemeinsam Ziel 1. Unterwegs an einer Bar schnell 2 Liter Wasser getrunken und diverse Lions verdrückt, danach weiter runter zum Hotel. Nach 9 Stunden Fahrzeit, 122km und knapp 4000Hm hatte das Personal in der Hotelküche an diesem Abend etwas Stress. Materialbilanz: Schorsch seine Michelin Reifen haben leider alle Stollen verloren, unsere Contis sind besser.
Alle XTR Freiläufe knacken lustig vor sich hin, Schorsch seiner rastet nicht mehr ein. Saschas XTR Scheibe vorne verliert Nieten. Ich muss meine 203er Scheiben regelmässig mit Wasser übergießen, da sie sonst zu heiß werden.

 

Tag 2:
Lockre Auffahrt nach "La Cumbrecita", nachdem Schorsch Reifen gekauft und ein Hinterrad geliehen hat. Dort finden wir eine schöne Abfahrt. Nach einem kleinen Hüpfer schlage ich bei der Landung hinten durch und muss flicken. Weiter unten im Dorf kurz verpflegt, dann weiter bis ins Hotel.5h30, 67km

Tag 3:
Es geht auf den Inselrücken über die Routa de los Vulcanos, die sich von knapp 200m bis zum Meer zieht. Auffahrt über Geröll sehr scheiße, Außerdem sind oben in den Wolken 8 Grad und Regen. Viva la Paclite! Abfahrt ist trotzdem extrem cool, besonders wenn man hinterher am Strand in der Sonne sitzt. Leider stand an diesem Strand nicht unser Hotel, also noch fix zurückgeradelt. Fahrzeit 7.45 und 83km.

Tag 4:
Eigentlich Ruhetag, aber da für Mittag Sonne satt angekündigt war wollten wir eine schöne Abfahrt auf der Regenseite der Insel testen. Sonne kam keine, die Abfahrt war nass und daher für mich unfahrbar, Koffer ist fertig mit den Nerven und fährt einfach alles. Auf der Ideallinie liegt ein schöner Haufen Kacke, den wir sogleich alle (!) an unseren Rädern verteilen. Schorsch schlitz hinten seinen neuen Reifen an einem Lavastein auf. Fahrzeit 6.30 und 78km.

Tag 5:
Jetzt soll nochmal der höchste Punkt der Insel befahren werden. Die ersten 50km lassen wir uns shutteln, damit die Tour nicht so lang wird. Danach hoch zum Roque, teilweise die Abfahrt wie am 1. Tag, teilweise neue Wege. Zum Schluss testen wir noch einen laut örtlichen Guide "sehr ruppigen Weg". Diesen müssen wir leider fast ganz heruntertragen. Außerdem verwechsele ich meine beiden Pullen und gieße mir Limonade auf die Scheiben, wodurch ich die Bremswirkung völlig verliere. Fahrzeit 7h und 89km.

Letzter Tag:
Keiner hat mehr so richtig Lust (warum nur?), also soll es eine kleine Runde zum "Mirador de los Brecitos" werden. Oben angekommen fahren wir teilweise einen schönen Trail zurück und verfransen uns auf dem Rückweg in einer Bananenplantage. Also kurz zurück (nur 500Hm) und doch über Teer zurück ins Hotel und an den Strand! Fahrzeit 4.30 und 63km. Anschließend packen.

Fazit: Alle haben alle Ziele erreicht, ein sehr schöner Urlaub. Gesamtfahrzeit knapp 38 Stunden mit fast 20000 Höhenmetern, vielleicht ein bischen zuviel.
Allerdings ist La Palma zum Mountainbiken nur bedingt geeignet, da die Wege doch sehr ruppig zu fahren sind. Wer auf den Lavasteinen fällt hat definitiv ein Problem!

Gruß, Alex

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