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Kieler-Woche-Radrennen im Dauerregen

Am Wochenende war Holger auf Heimatbesuch im Norden der Republik. In Kiel gab es ein gemeinsam gestartetes Rennen der Klassen A/B (75 Runden) und C (60 Runden gleich 60 Kilometer). Die C-Fahrer durften im Regen etwas früher Feierabend machen, im Zielsprint der verbliebenen Fahrer kam der Wunstorfer als 9. ins Ziel - machte am Ende Platz 10.

Auflösung folgt... Seit 1949 findet immer zur Kieler Woche ein Radrennen statt, ohne Unterbrechung - Respekt! So schlecht wie dieses Mal dürfte das Wetter allerdings selten gewesen sein. Ich hatte darauf gehofft, dass sich wie fast immer in diesem Jahr die Wettervorhersage von Donnerstag nicht bewahrheiten würde - leider hatte ich Pech. Nachdem es am Sonnabend bei der Windjammerparade von einem größeren Schauer abgesehen noch ganz passabel war, wurde es am Sonntag so schlecht wie vorhergesagt.

Windjammerparade: Rush-Hour auf der Kieler Förde

Bereits in der Nacht hatte es angefangen beinahe unablässig zu regnen. Das blieb dann auch den gesamten Tag über so, wenigstens war dabei beinahe Flaute. Entgegen der Vorabmeldungen standen mehr A- und B-Fahrer am Start als C-Wanzen, die scheinen wetterfühliger zu sein. Der Kurs auf dem Osloring in einem "wunderschönen" Neubaugebiet ist im Grunde viereckig, wobei es nur zwei echte Kurven gibt. Nach der leicht ansteigenden Zielgerade war man allerdings so langsam, dass man nicht bremsen musste. Vor der Zieleingangskurve waren bei dem Wetter eher die zahlreichen Gullydeckel beachtenswert gewesen, wer vorne fuhr musste auch hier kaum bremsen. Angenehmerweise fuhren auf der leicht abfallenden Anfahrt alle sehr gesittet, vielleicht lag der Gesamtschnitt deshalb nur bei 41 km/h.

Foto: Rebecca Sadowski

Der Rennverlauf wurde erwartungsgemäß von der A/B-Klasse diktiert. Natürlich waren bei Vorstößen auch immer mal C-Fahrer dabei - so auch ich eine Runde lang - so richtig ernst war das aber zu Beginn nicht. Nach einer halben Stunde machten sich 8 Fahrer aus dem Staub und vergrößerten ihren Vorsprung schnell. Nach der Hälfte des Rennens hatten sie das Feld bereits überrundet, von da an waren weitere Ausreißversuche verständlicherweise aussichtslos. Viel tat sich im Feld nicht mehr, nur der Regen wechselte für die letzten Runden von Bindfäden auf junge, kleine Hunde. Erstaunlicherweise kam es zu keinem einzigen Sturz, zumindest habe ich keinen mitbekommen. Als es in die letzten beiden Runden ging hielten sich die A/B-Fahrer zurück und ließen der C-Klasse den Vortritt. Es kam also zu einen Sprint des geschlossenen Feldes, wo ich wie erwartet ziemlich genau auf dem Platz ins Ziel kam auf dem ich aus der Zielkurve gekommen war. Der Sprintsieger Jan Gerrit Uber (RRV Hameln-Pyrmont, erstes Männer-Jahr) freute sich so sehr, dass er nach der Zieldurchfahrt nicht wie angesagt gerade aus fuhr und beim Versuch freihändig links abzubiegen gleich noch den neben ihm Fahrenden abräumte. Ich zählte für mich Platz Acht, der WA kam auf Neun. Und dann hatte sich doch tatsächlich noch ein C-Fahrer in der Gruppe versteckt, die das Feld überrundet hatte - der Sieger hieß Björn Büttner (Radsport Team Lübeck/Nannook Cycling Team). Und ich war auf Platz Zehn.

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