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17. September |
VM

Von der Burg Waldeck zur Schaumburg

Supercups sind ohne Frage die anspruchsvollsten und anstrengendsten Veranstaltungen für Radtourenfahrer. Das liegt nicht nur an der Distanz von über 200 Kilometern. Denn wer sich die sechs Punkte möglichst rasant erfahren möchte, hat hier beste Vorraussetzungen. Gerade an der Spitze fahren Sportler, die sonst nicht an Breitensportveranstaltungen teilnehmen.

Am 31. Mai haben die RSC-Fahrer Anton Wypior, Nils Weber, Karl-Heinz Leonhardt, Alexander Frey und Holger Evers wieder einmal die Herausforderung gesucht und sich dafür eine der schwersten Strecken ausgesucht. Deutlich mehr als 3000 Höhenmeter galt es auf den 221 Kilometern in Korbach zu überwinden.

 

Das mehrere hundert Fahrer große Feld wurde früh um 6.30 Uhr auf die Reise geschickt. Bei angenehmen Temperaturen um 16 Grad konnten sich die Fahrer auf den ersten Kilometern relativ gemütlich einrollen, denn nur kleine Steigungen waren zu überwinden, die aber schon genügten, um das Feld zu entzerren, so dass sich an der Spitze eine ca. 80-köpfige Gruppe bildete. Nach 50 Kilometern war der gesellige Teil der Tour vorbei, den Auftakt machte der Aufstieg zur Burg Waldeck. Nach kurzer Abfahrt und einigen Kilometern am Edersee entlang folgte gleich die nächste Steigung, diesmal deutlich steiler, so dass die Gruppe beträchtlich kleiner wurde. Immer wieder ging es auf und ab.

Als ob es nicht schon anstrengend genug war, wurde diese Berg- und Talfahrt zusätzlich von einem Gewitterschauer begleitet. Die Veranstalter hatten die Strecke im Vergleich zu früheren Jahren deutlich schwerer gemacht. Keine Steigung wurde ausgelassen, die meisten davon mit über 10% für uns Norddeutsche ungewohnt steile Rampen. Die Strecke ließ sich in diesem Jahr nicht mehr so rhythmisch und angenehm fahren wie in den vergangenen Jahren, möglicherweise haben es die Streckenplaner doch etwas zu gut gemeint. Doch das Waldecker Land ist landschaftlich so reizvoll, dass Rad fahren dort immer ein Vergnügen ist. Gut, das traf nicht auf die letzte ernst zu nehmende Steigung bei Kilometer 175 zu. Es mussten noch einmal alle verbliebenen Kräfte mobilisiert werden, denn eine bis zu 18% steile Rampe gab es zu überwinden. Spätestens hier brach jede Gruppe auseinander. Danach galt es noch 40 Kilometer beinahe ebene Strecke mehr oder weniger schnell zu bewältigen.

Dieser Supercup war sicher eine gute Vorbereitung auf den 4. Steinhuder Meer-Weserbergland-Radmarathon, schließlich ist dort nach 160 Kilometern die Schaumburg zu bezwingen...

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